Was CT-Software leistet

Eine CT-Anlage nimmt Tausende Röntgenbilder eines Bauteils auf. Software rekonstruiert daraus ein 3D-Volumen, findet die entscheidenden Merkmale und entscheidet, ob das Bauteil in Ordnung ist. Dieser Schritt bestimmt, wie schnell, wie zuverlässig und wie automatisch eine Prüfung sein kann.

Leistungen

Neun Bausteine.

Scansteuerung

Die Software steuert Quelle, Detektor und Achsen und speichert je Bauteil ein Prüfprogramm. Für Leiterplatten entstehen die Programme aus CAD-Daten statt durch manuelles Einlernen.

3D-Rekonstruktion

An Inline-Anlagen beginnt die Rekonstruktion, während der Scan noch läuft. Algorithmen zur Artefaktunterdrückung bereinigen das Volumen vor der Auswertung.

KI-Bildoptimierung

KI-basierte Bildoptimierung schärft die Merkmale, von denen die Auswertung abhängt. Die Entfernung von Streustrahlung und Artefakten macht dünne Wände und innere Kanäle automatisch erkennbar.

Automatische Fehlererkennung

Fehler werden automatisch gefunden, klassifiziert und bewertet, mit einem Gut- oder Schlecht-Ergebnis je Bauteil. Fehlerarten und Grenzwerte werden nach Ihrem Prüfstandard konfiguriert.

Messung und CAD-Vergleich

Wandstärke und Abweichung vom CAD-Modell werden im Volumen gemessen und als Farbkarten dargestellt. CAD- und PMI-Daten steuern die Maßprüfung; aus einem Scan kann auch ein CAD-Modell entstehen.

Porositäts- und Werkstoffanalyse

Porosität wird als Flächen- oder Volumenanteil berechnet und ihrer Position im Bauteil zugeordnet. Bei Verbundwerkstoffen und Pulvern wertet die Software Faserrichtung und Partikelgröße aus.

Segmentierung von Baugruppen

Eine gescannte Baugruppe wird automatisch in ihre benannten Komponenten zerlegt. Lage und Ausrichtung jeder Komponente werden ohne Demontage geprüft.

Daten und Anbindung an die Fertigung

Ergebnisse werden mit einem rückverfolgbaren Datensatz je Bauteil gespeichert und an das MES übergeben. Fehlerstatistiken gehen an den Prozessschritt zurück, der den Fehler verursacht.

In Entwicklung

Synthetische Trainingsdaten

Fehler mit definierter Art, Größe und Position werden digital in Bilder Ihres Bauteils eingefügt. Die gelabelten Röntgenbilder trainieren die Prüfsoftware, bevor es reale fehlerhafte Bauteile gibt. Reale Maschinenbilder bleiben die Referenz für die abschließende Validierung.

Von der Software zu Maschine und Kabine.

  1. Zuerst der Algorithmus

    Wir beginnen mit dem Merkmal, das gefunden werden muss, und der Entscheidung, die zu treffen ist. Wo eine Standardauswertung nicht reicht, entwickeln wir den Algorithmus für Ihr Bauteil.

  2. Daraus folgt die Scanstrategie

    Welcher Bereich gescannt wird, aus welchen Winkeln und wie schnell, hängt davon ab, was die Software sehen muss. Wird nur dieser Bereich gescannt, verkürzt das die Prüfung.

  3. Maschine und Kabine entstehen darum herum

    Quelle, Detektor, Mechanik und Abschirmung folgen der Scanstrategie. So führt Softwareentwicklung zu neuen BliXray-Maschinen und -Kabinen.

Häufige Fragen

Lässt sich die Software an unser Bauteil anpassen?

Ja. Fehlerarten, Grenzwerte und Auswertung werden je Bauteil konfiguriert. Wo eine Standardauswertung nicht reicht, entwickeln wir den Algorithmus für Ihr Bauteil.

Können die Ergebnisse in unser Fertigungssystem übergehen?

Ja. Die Ergebnisse werden an das MES übergeben und mit einem rückverfolgbaren Datensatz je Bauteil gespeichert.

Sind die synthetischen Trainingsdaten schon verfügbar?

Sie sind in Entwicklung. Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Prüfaufgabe ohne genügend reale Fehlerbilder haben.